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Spliss: warum Haarspitzen splitten und was dagegen hilft

Spliss: warum Haarspitzen splitten und was dagegen hilft

Spliss sind gespaltene Haarspitzen. Fachleute sprechen von Trichoptilose. Das Haar franst am Ende in zwei oder mehr Teile auf, wirkt stumpf und verknotet sich leicht. Wer genau hinsieht, erkennt die feinen Gabelungen an den Spitzen. Bleibt Spliss unbehandelt, spaltet sich das Haar weiter nach oben und bricht ab.

Wie Spliss entsteht

Jedes Haar ist von einer Schuppenschicht umgeben, die das Innere schützt. Hitze, Reibung, Chemie und mechanische Belastung rauen diese Schicht auf. Das Haar verliert Feuchtigkeit, wird spröde und spaltet sich an der dünnsten und ältesten Stelle: der Spitze. Langes Haar ist besonders betroffen, weil die Spitzen über Jahre den gesamten Belastungen ausgesetzt waren.

Typische Auslöser sind:

  • Föhnen, Glätten und Locken mit hohen Temperaturen
  • Blondieren und häufiges Färben
  • Kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch und Bürsten im nassen Zustand
  • Straffe Zöpfe und Haargummis mit Metallteilen
  • Sonne, Salzwasser und Chlor

Kann man Spliss reparieren?

Nein. Ein gespaltenes Haar wächst nicht wieder zusammen. Pflegeprodukte, die Spliss „reparieren“, kleben die Enden vorübergehend zusammen und glätten die Oberfläche. Das sieht besser aus, hält aber nur bis zur nächsten Wäsche. Die einzige dauerhafte Lösung ist der Schnitt: Etwa ein bis zwei Zentimeter oberhalb der sichtbaren Spaltung werden die Spitzen entfernt.

Eine Alternative für alle, die keine Länge verlieren möchten, ist der Splissschnitt. Dabei werden einzelne Strähnen eingedreht, und die Friseurin schneidet nur die abstehenden, gespaltenen Enden ab. Wie du selbst Spitzen schneidest, zeigt der Ratgeber Spitzen schneiden.

Spliss vorbeugen

  • Regelmäßig die Spitzen schneiden lassen, bei langem Haar etwa alle acht bis zwölf Wochen. Wie oft das sinnvoll ist, steht im Beitrag Wie oft zum Friseur?.
  • Vor jedem Föhnen und Glätten einen Hitzeschutz verwenden, Temperatur moderat halten. Tipps im Beitrag Haare föhnen.
  • Nasses Haar mit einem grobzinkigen Kamm von unten nach oben entwirren.
  • Ein Handtuch aus Mikrofaser oder ein Baumwollshirt zum Trocknen nutzen.
  • Spitzen nach der Wäsche mit ein paar Tropfen Haaröl pflegen.
  • Nachts auf einem Kissenbezug aus Seide oder Satin schlafen, er verringert die Reibung.

Eine regelmäßige Pflege mit Kuren und Masken stärkt das Haar zusätzlich. Mehr dazu im Ratgeber Haare richtig pflegen.

Häufige Fragen zu Spliss

Wie viel muss bei Spliss abgeschnitten werden?

In der Regel ein bis zwei Zentimeter oberhalb der sichtbaren Spaltung. Bei stark geschädigtem Haar kann es mehr sein, weil sich der Spliss bereits weit nach oben gezogen hat.

Hilft Haaröl gegen Spliss?

Haaröl beugt vor und lässt bestehenden Spliss weniger auffallen. Reparieren kann es gespaltene Spitzen aber nicht.

Haben Männer auch Spliss?

Ja, vor allem bei mittellangem und langem Haar. Bei kurzen Schnitten, die regelmäßig nachgeschnitten werden, fällt Spliss kaum auf.

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