
Im Winter haben es die Haare schwer. Draußen kalte, trockene Luft, drinnen warme Heizungsluft, dazu Mützen, Schals und Wollpullover, die reiben und die Haare elektrisch aufladen. Das Ergebnis: stumpfes, fliegendes Haar, trockene Spitzen und eine Kopfhaut, die spannt. Mit ein paar Anpassungen in der Pflege kommen deine Haare gut durch die kalte Jahreszeit.
Feuchtigkeit statt Austrocknung
Wechsle im Winter zu einem milderen, feuchtigkeitsspendenden Shampoo und nutze nach jeder Wäsche eine Spülung. Einmal pro Woche tut eine reichhaltige Haarkur gut, besonders in den Längen und Spitzen. Wasch die Haare lauwarm und nicht heiß, auch wenn es verlockend ist. Heißes Wasser entzieht Haar und Kopfhaut Fett. Mehr Grundlagen findest du unter Haare richtig pflegen.
Gegen fliegende Haare
Statische Aufladung entsteht, wenn trockenes Haar an Wolle, Kunstfasern oder einer Plastikbürste reibt. Dagegen helfen:
- Eine Bürste mit Naturborsten oder ein Holzkamm statt Kunststoff
- Ein paar Tropfen Haaröl oder ein Leave-in-Conditioner in den Längen
- Mützen mit Futter aus Baumwolle oder Seide
- Im Notfall: die Handflächen mit etwas Handcreme einreiben und sanft über das Haar streichen
Nie mit nassen Haaren nach draußen
Nasses Haar ist empfindlich und dehnbar. Bei Frost kann das Wasser im Haar gefrieren, das Haar wird spröde und bricht leichter. Föhne deine Haare daher vollständig trocken, bevor du das Haus verlässt, am besten mit mittlerer Hitze. Wie das schonend gelingt, steht im Beitrag Haare föhnen.
Mütze ja, aber richtig
Eine Mütze schützt Haar und Kopfhaut vor Kälte und gehört an kalten Tagen dazu. Damit die Frisur nicht völlig platt wird, sollte die Mütze nicht zu eng sitzen. Gegen die typischen „Mützenhaare“ hilft es, die Haare am Ansatz etwas gegen die Wuchsrichtung zu föhnen und nach dem Abnehmen kurz mit den Fingern aufzulockern. Ein lockerer Zopf oder eine Frisur mit Haarklammer sieht auch nach der Mütze noch ordentlich aus.
Die Kopfhaut nicht vergessen
Heizungsluft trocknet auch die Kopfhaut aus. Sie beginnt zu spannen, zu jucken und zu schuppen. Eine milde Pflege und gelegentlich ein Kopfhautöl vor der Wäsche helfen. Alles dazu im Beitrag Trockene Kopfhaut.
Häufige Fragen zur Haarpflege im Winter
Sollte ich im Winter seltener Haare waschen?
Wenn Haare und Kopfhaut zu Trockenheit neigen, ja. Wer die Wäsche um einen Tag streckt, gibt dem Haar Zeit, sich mit eigenem Talg zu schützen.
Warum sind meine Haare im Winter so statisch?
Trockene Luft und Reibung an Mützen und Wollkleidung laden das Haar elektrisch auf. Feuchtigkeitspflege, Naturborstenbürsten und Mützen mit Baumwollfutter helfen.
Ist ein Haarschnitt im Winter sinnvoll?
Ja. Trockene, gespaltene Spitzen werden im Winter schnell sichtbar. Ein Spitzenschnitt zu Beginn der kalten Jahreszeit beugt Spliss vor.