
Ein Bauernzopf besteht aus zwei geflochtenen Zöpfen, die um den Kopf gelegt und wie ein Kranz miteinander verbunden werden. Der Name stammt aus der ländlichen Tradition, in der diese praktische Frisur die Haare beim Arbeiten zuverlässig aus dem Gesicht hielt, während sie heute vor allem als dekorativer Alltags- oder Festlook getragen wird. Typisch ist die kranzförmige Anordnung, die das gesamte Haar ordentlich am Kopf fixiert.
Die Frisur funktioniert am besten mit langem Haar, weil beide Zöpfe genug Länge brauchen, um einmal um den Kopf gelegt zu werden. Mit etwas kürzerem, aber immer noch langem Haar lässt sich die Variante auch seitlich statt rundum umsetzen. Auf dieser Seite erfährst du, wie du einen Bauernzopf Schritt für Schritt selbst flechtest.
Traditionell ist der Bauernzopf vor allem aus der ländlichen Trachtenmode bekannt, wo er zu Festtagen oft mit zusätzlichem Blumenschmuck oder bestickten Bändern kombiniert wurde. Diese Verbindung zur Trachtenkleidung sorgt dafür, dass der Bauernzopf bis heute bei Volksfesten, Hochzeiten im ländlichen Stil und bestimmten regionalen Festen auftaucht. Gleichzeitig hat sich die Frisur längst von ihrem traditionellen Rahmen gelöst und wird auch unabhängig von Tracht als praktische und zugleich dekorative Alltagsfrisur getragen.
So wird ein Bauernzopf geflochten
Zuerst werden die Haare mit einem Mittelscheitel in zwei gleich große Hälften geteilt, die jeweils zu einem normalen Dreierzopf geflochten werden. Beide Zöpfe werden anschließend über den Kopf gelegt, sodass der linke Zopf zur rechten Seite wandert und umgekehrt, wodurch die typische Kranzform entsteht. Am Ende werden die Zopfenden mit Haarnadeln unter dem gegenüberliegenden Zopf versteckt und fixiert.
- 1Haare mittig teilen
- 2Zwei Dreierzöpfe flechten
- 3Zöpfe über den Kopf legen
- 4Enden unter dem Zopf verstecken
- 5Mit Haarnadeln fixieren
- Teile die Haare mit einem Kamm exakt in der Mitte, damit beide Zöpfe gleich viel Haar bekommen.
- Flechte jede Hälfte zu einem normalen Dreierzopf und fixiere das Ende vorläufig mit einem kleinen Gummi.
- Lege den linken Zopf über den Kopf zur rechten Seite und den rechten Zopf zur linken Seite.
- Schiebe die Zopfenden unter den gegenüberliegenden Zopf, sodass sie nicht mehr sichtbar sind.
- Fixiere beide Enden mit mehreren Haarnadeln, die quer durch die Zopfstruktur gesteckt werden.
Varianten des Bauernzopfs
Klassischer Bauernzopf rund um den Kopf
Diese Variante legt beide Zöpfe vollständig um den Kopf, sodass ein durchgehender Kranz entsteht. Sie eignet sich besonders für sehr langes Haar, das genug Länge für den kompletten Umlauf mitbringt.
Seitlicher Bauernzopf
Bei kürzerem, aber noch langem Haar lassen sich beide Zöpfe auch nur auf einer Seite zusammenführen, statt sie komplett um den Kopf zu legen. Diese Variante wirkt weniger streng und eignet sich gut für den Alltag.
Bauernzopf mit französischem Zopf
Statt klassischer Dreierzöpfe lassen sich beide Partien auch als französischer Zopf flechten, wodurch zusätzliches Haar vom Ansatz eingearbeitet wird. Das Ergebnis wirkt dichter und eignet sich besonders für feineres Haar.
Bauernzopf mit Blumen oder Bändern
Für festliche Anlässe lässt sich der Bauernzopf zusätzlich mit kleinen Blüten, Perlenbändern oder einem schmalen Satinband verzieren, das vor dem Legen der Zöpfe mit eingeflochten wird. Diese Variante erinnert am stärksten an die ursprüngliche Trachtenfrisur und wirkt besonders bei Hochzeiten oder Festumzügen passend. Wichtig ist, den Schmuck so zu platzieren, dass er die Kranzform nicht verdeckt, sondern zusätzlich betont.
| Variante | Haarlänge | Wirkung | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Klassisch rund um den Kopf | sehr lang | durchgehender Kranz | langem, dickem Haar |
| Seitlich zusammengeführt | lang bis sehr lang | weniger streng | Alltag und Freizeit |
| Mit französischem Zopf | lang | dichter, voller | feinerem Haar |
So bereitest du den Termin vor
Für den Alltag lässt sich ein Bauernzopf meist gut selbst flechten, für besondere Anlässe wie Trachtenfeste oder Hochzeiten lohnt sich aber ein Termin beim Friseur. Bring dafür ein Referenzfoto mit, das zeigt, ob der Zopf rund um den Kopf oder nur seitlich verlaufen soll. Erwähne auch, ob zusätzlicher Haarschmuck wie Blumen oder Bänder eingearbeitet werden soll. Eine gute Adresse für einen Styling-Termin findest du über die Friseursuche in deiner Nähe.

Styling und Pflege beim Bauernzopf
Der Bauernzopf hält durch die feste Flechtstruktur meist den ganzen Tag, ohne dass viel nachgestylt werden muss. Wichtig ist, die Zöpfe beim Flechten gleichmäßig straff zu ziehen, damit beide Seiten symmetrisch wirken und sich der Kranz nicht ungleichmäßig verschiebt.
- Arbeite mit leicht angetrocknetem statt frisch gewaschenem Haar, das lässt sich besser flechten.
- Nutze ausreichend Haarnadeln, damit die Enden sicher unter dem gegenüberliegenden Zopf bleiben.
- Fixiere kurze, herausstehende Härchen mit etwas Haarspray oder Gel am Ansatz.
- Löse den Bauernzopf abends vorsichtig, beginnend an den Steckstellen der Haarnadeln.
- Pflege die Spitzen regelmäßig, da sie bei langem Haar für diese Frisur besonders gesund bleiben sollten.
- Kämme die Haare vor dem Flechten gründlich durch, damit keine Knoten im fertigen Zopf zurückbleiben.
- Vergleiche beide Zöpfe vor dem Fixieren im Spiegel, damit der Kranz symmetrisch sitzt.
- Nutze bei glattem Haar etwas mehr Gel, damit kurze Härchen nicht aus dem Kranz herausrutschen.
Wer den Bauernzopf häufiger trägt, sollte außerdem auf die Belastung am Haaransatz achten, besonders wenn die Zöpfe sehr straff geflochten werden. Eine gelegentliche Pause ohne straffe Hochsteckfrisuren gibt dem Ansatz Zeit, sich zu erholen, und beugt dauerhafter Zugbelastung vor. Bei feinem oder bereits geschwächtem Haar lohnt sich zusätzlich eine kräftigende Kur, die das Haar vor dem nächsten Styling widerstandsfähiger macht.
Für Einsteiger lohnt sich etwas Übung vor dem Spiegel, bevor der Bauernzopf für einen besonderen Anlass geflochten wird, da die Bewegung am Hinterkopf anfangs ungewohnt ist. Mit jedem Versuch wird die gleichmäßige Spannung in beiden Zöpfen leichter, sodass der fertige Kranz zunehmend symmetrischer sitzt. Wer sich die Technik nicht zutraut, findet im Salon ebenfalls geübte Hände für diese klassische Flechtfrisur.
Häufige Fragen zum Bauernzopf
Was ist ein Bauernzopf genau?
Ein Bauernzopf besteht aus zwei geflochtenen Zöpfen, die um den Kopf gelegt und wie ein Kranz miteinander verbunden werden. Ursprünglich aus der ländlichen Tradition stammend, hielt die Frisur die Haare praktisch aus dem Gesicht.
Wie macht man einen Bauernzopf?
Du teilst die Haare in der Mitte, flechtest jede Hälfte zu einem Dreierzopf und legst beide Zöpfe anschließend über den Kopf zur gegenüberliegenden Seite. Die Enden werden unter dem jeweils anderen Zopf versteckt und mit Haarnadeln fixiert.
Wie lange müssen die Haare für einen Bauernzopf sein?
Für den klassischen, vollständig umlaufenden Bauernzopf braucht es sehr langes Haar. Mit etwas kürzerem, aber immer noch langem Haar lässt sich die seitliche Variante umsetzen, die weniger Länge erfordert.
Wie lange hält ein Bauernzopf?
Durch die feste Flechtstruktur hält ein Bauernzopf meist den ganzen Tag gut, ohne dass viel nachgestylt werden muss. Etwas Haarspray an den Ansätzen verlängert die Haltbarkeit zusätzlich.
Kann man den Bauernzopf auch nur seitlich tragen?
Ja, bei dieser Variante werden beide Zöpfe nur auf einer Seite zusammengeführt, statt komplett um den Kopf zu laufen. Das wirkt weniger streng und eignet sich gut für den Alltag.
Woher kommt der Bauernzopf ursprünglich?
Der Bauernzopf stammt aus der ländlichen Trachtenmode, wo er zu Festtagen oft mit Blumen oder bestickten Bändern getragen wurde. Diese Verbindung zur Tracht ist bis heute sichtbar, auch wenn die Frisur inzwischen unabhängig davon getragen wird.
Wer die Technik des einzelnen Zopfs vertiefen möchte, findet mehr auf der Seite zum französischen Zopf. Für eine sportlichere Alternative lohnt sich ein Blick auf Boxer Braids. Einen Überblick über weitere Techniken bietet der Flechtfrisuren-Hub.