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Fußpflege

Gepflegte Füße tragen uns durchs Leben – und verdienen trotzdem oft weniger Aufmerksamkeit als die Hände. Spätestens zur Sandalen-Saison wird das Thema akut, dabei lohnt sich Fußpflege das ganze Jahr über. Dieser Ratgeber erklärt, wo der Unterschied zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege liegt, wie eine Behandlung abläuft, was sie kostet und wann Diabetiker zwingend zum Podologen sollten.

Flatlay mit professionellem Fußpflege-Set: Schere, Nagelfeile, Bimsstein und Fußcreme

Kosmetische und medizinische Fußpflege sind nicht dasselbe

Wer sich zum ersten Mal genauer mit dem Thema befasst, stolpert schnell über drei Begriffe: kosmetische Fußpflege, Pediküre und Podologie. Sie klingen ähnlich, meinen aber Unterschiedliches. Fußpflege ist dabei der Oberbegriff – er umfasst sowohl die rein verschönernde als auch die medizinische Behandlung der Füße.

Die Pediküre, also die kosmetische Fußpflege, dreht sich um Pflege und Optik: Fußbad, Nägel kürzen, Hornhaut und Hühneraugen entfernen, eincremen, auf Wunsch Lack oder Nageldesign. Die Podologie dagegen ist eine staatlich anerkannte, medizinische Disziplin. Podologen behandeln auf ärztliche Verordnung hin krankhafte Fußveränderungen und arbeiten eng mit Orthopädie, Dermatologie und Diabetologie zusammen.

Art Fokus Ausbildung geregelt Auf Rezept
Kosmetische Fußpflege (Pediküre) Pflege, Verschönerung, Wellness nein nein
Podologie (medizinische Fußpflege) Behandlung krankhafter Fußveränderungen ja, geschützter Beruf z. B. bei Diabetes
Mobile Fußpflege Behandlung zu Hause, oft für Senioren ⚠︎ je nach Anbieter ⚠︎ nur wenn podologisch

Wichtig zu wissen: „Fußpfleger/in“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, „Podologe/Podologin“ dagegen schon. Hinter einem podologischen Schild steckt also immer eine zweijährige, gesetzlich geregelte Ausbildung – hinter einem reinen Fußpflege-Schild nicht zwingend.

So läuft eine professionelle Pediküre ab

Eine klassische kosmetische Behandlung folgt fast immer demselben Muster. Wer weiß, was passiert, kann den Termin entspannter genießen:

  1. Warmes Fußbad, das die Haut aufweicht und entspannt.
  2. Zehennägel werden gekürzt und in Form gefeilt.
  3. Nagelhaut wird zurückgeschoben oder vorsichtig entfernt.
  4. Hornhaut, Schwielen und gegebenenfalls Hühneraugen werden abgetragen.
  5. Eine pflegende Creme oder ein kurzes Massieren der Füße rundet ab.
  6. Auf Wunsch folgt Nagellack oder ein Nageldesign.

Eine gute Pediküre ist damit immer auch eine kleine Wellness-Einheit für zwischendurch. Sie lässt sich gut in den Alltag einbauen – Ausreden gibt es eigentlich keine.

5 Tipps für gesunde, gepflegte Füße

  • Nägel gerade abschneiden, nicht rund – das beugt eingewachsenen Zehennägeln vor.
  • Hornhaut nur sanft abtragen, nie radikal abhobeln – sie schützt die Haut auch.
  • Nach jedem Duschen die Füße gut abtrocknen, besonders zwischen den Zehen, gegen Fußpilz.
  • Täglich eincremen, idealerweise mit Urea-haltigen Cremes gegen rissige Fersen.
  • Auf bequeme, atmungsaktive Schuhe achten – Druckstellen sind die Hauptursache von Hornhaut.
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Fußpflege zu Hause ist möglich – mit Grenzen

Solange keine gesundheitlichen Probleme vorliegen und es nur um Reinigung, Pflege und Optik geht, spricht nichts gegen Pediküre in Eigenregie. Ein wohltuendes Fußbad ist dabei Pflicht. Danach lässt sich Hornhaut mit Bimsstein oder Hornhautfeile abtragen, die Nägel kürzen und die Haut eincremen. Auch Nagellack gelingt zu Hause gut.

Die Grenze verläuft dort, wo es medizinisch wird: tief eingewachsene Nägel, hartnäckige Hühneraugen, Warzen, entzündete Stellen oder Verdacht auf Nagelpilz gehören in fachkundige Hände – nicht ans eigene Skalpell. Bei Hornhaut gilt zu Hause außerdem: lieber regelmäßig wenig als selten viel abtragen, sonst bildet sich erst recht neue Hornhaut.

Bei Diabetes ist medizinische Fußpflege Pflicht

Für Menschen mit Diabetes ist Fußpflege keine reine Kosmetik, sondern Gesundheitsvorsorge. Durch Nervenschäden (Polyneuropathie) werden kleine Verletzungen oft nicht gespürt, gleichzeitig heilen Wunden schlechter. Aus einer harmlosen Druckstelle kann so ein diabetisches Fußsyndrom mit schlecht heilenden Geschwüren entstehen.

Deshalb sollten Diabetiker auf Eigenbehandlung mit scharfen Werkzeugen verzichten und die Füße einem Podologen anvertrauen. Diese podologische Komplexbehandlung kann der Arzt bei entsprechender Diagnose auf Rezept verordnen – die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten. Wichtig: Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Schmerzen, Taubheitsgefühl, Verfärbungen oder schlecht heilenden Stellen an den Füßen bitte ärztlichen Rat einholen.

Nageldesign gehört auch zur Pediküre

Nail Art ist längst nicht mehr nur ein Thema für die Fingernägel. Auch an den Zehen sind gepflegte Farben und Designs beliebt – am Strand, im Schwimmbad oder in offenen Schuhen werden die Füße so zum Hingucker. Wichtig bleibt neben der Optik der Tragekomfort: Das Design soll alltagstauglich sein. Viele Salons und Nagelstudios bieten Pediküre und Nageldesign in einem Termin an. Wer beides verbindet, findet auch in unserem Ratgeber zur Maniküre passende Anregungen, und ein gutes Kosmetikstudio bietet beides oft aus einer Hand.

Was Fußpflege kostet

Die Preise hängen stark von Region, Anbieter und Umfang ab. Eine kosmetische Pediküre liegt grob zwischen 25 und 45 Euro, eine medizinische bzw. podologische Behandlung meist zwischen 30 und 55 Euro. Mobile Fußpflege, bei der der Profi nach Hause kommt, ist durch die Anfahrt oft etwas teurer. Nageldesign, Gel oder Spezialbehandlungen kommen extra dazu.

Gut zu wissen: Liegt eine ärztliche Verordnung vor (etwa bei Diabetes oder anderen Grunderkrankungen), übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die podologische Komplexbehandlung – bis auf die übliche Zuzahlung. Pflegebedürftige können mobile Pflegeleistungen unter Umständen über den Entlastungsbetrag abrechnen.

So findest du eine gute Fußpflege

Weil „Fußpflege“ kein geschützter Begriff ist, lohnt sich vorab etwas Recherche. Hör dich im Freundes- und Familienkreis nach Erfahrungen um und lies Online-Bewertungen. Vor Ort zählt der eigene Eindruck: Wie sauber wirkt der Raum, wie steht es um die Hygiene des Werkzeugs? Eine seriöse Fachkraft strahlt Kompetenz aus und kann Qualifikationen vorweisen. Wer eine medizinische Behandlung braucht, achtet gezielt auf die Bezeichnung „Podologe/Podologin“. Am Ende sollte das Bauchgefühl mitentscheiden.

Checkliste vor dem Termin: Brauche ich kosmetische oder medizinische Fußpflege? Bei Diabetes oder Erkrankungen → Podologe mit Rezept. Hygiene und sauberes Werkzeug vor Ort prüfen. Bei mobiler Pflege: Anfahrt und Preis vorab klären. Zwischen den Terminen täglich eincremen und Hornhaut sanft pflegen.

Häufige Fragen zur Fußpflege

Was ist Pediküre?

Pediküre ist die kosmetische Pflege der Füße: Fußbad, Nägel kürzen und feilen, Hornhaut entfernen, eincremen und auf Wunsch lackieren. Sie dient der Verschönerung und Entspannung, nicht der medizinischen Behandlung – das ist Aufgabe der Podologie.

Was kostet eine Fußpflege?

Eine kosmetische Pediküre kostet meist 25 bis 45 Euro, eine medizinische bzw. podologische Behandlung etwa 30 bis 55 Euro. Mobile Fußpflege ist durch die Anfahrt oft etwas teurer. Nageldesign und Spezialbehandlungen kommen extra dazu.

Wann bekomme ich Fußpflege auf Rezept?

Eine podologische Komplexbehandlung kann der Arzt verordnen, wenn eine entsprechende Diagnose vorliegt – etwa beim diabetischen Fußsyndrom. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt dann die Kosten bis auf die gesetzliche Zuzahlung. Rein kosmetische Fußpflege ist nicht verordnungsfähig.

Wie oft sollte man zur Fußpflege?

Als Richtwert gilt alle vier bis sechs Wochen. Wie oft genau, hängt vom Nagelwachstum, der Hornhautbildung und etwaigen Beschwerden ab. Bei medizinischer Notwendigkeit gibt der Podologe den Rhythmus vor.

Was hilft gegen Hornhaut an den Füßen?

Regelmäßige Fußbäder weichen die Haut auf, danach lässt sich Hornhaut sanft mit Bimsstein oder Hornhautfeile abtragen. Urea-haltige Cremes halten die Haut geschmeidig. Hornhaut nie radikal abhobeln – sie schützt die Haut, und zu viel Abtragen lässt sie verstärkt nachwachsen.

Worin unterscheiden sich Fußpfleger und Podologe?

„Fußpfleger/in“ ist keine geschützte Bezeichnung – jeder darf sie führen. „Podologe/Podologin“ setzt eine zweijährige, staatlich geregelte Ausbildung voraus und darf medizinische Behandlungen auf ärztliche Verordnung durchführen. Für reine Kosmetik genügt die Pediküre, bei Erkrankungen ist der Podologe richtig.

Kosmetik-Studio

Ein Besuch im Kosmetikstudio galt lange als kleiner Luxus, ist für viele Menschen aber längst Routine geworden. Professionelle Hautpflege, ein verfeinertes Hautbild und eine Stunde echte Entspannung lassen sich kaum in Eigenregie ersetzen. Wer überlegt, zum ersten Mal einen Termin zu vereinbaren, steht jedoch vor vielen Fragen: Welche Behandlung passt zu meiner Haut? Was kostet das? Und woran erkenne ich ein gutes Studio? Dieser Ratgeber gibt dir einen klaren Überblick über die typischen Behandlungen, realistische Preise und die wichtigsten Qualitätskriterien.

Heller, moderner Behandlungsraum in einem Kosmetikstudio mit Behandlungsliege und Spiegel

Das Kosmetikstudio ist heute mehr als ein Schönheitssalon

Das klassische Kosmetikstudio hat sich gewandelt. Aus dem reinen Schönheitssalon ist ein vielseitiger Dienstleister für Hautgesundheit, Ästhetik und Wohlbefinden geworden. Eine ausgebildete Kosmetikerin reinigt nicht nur das Gesicht, sondern analysiert das Hautbild, berät zu passenden Pflegeprodukten, führt apparative Behandlungen durch und übernimmt Haarentfernung mit verschiedenen Techniken. Hinzu kommt der wachsende Bereich Medical Beauty, also die Schnittstelle zwischen kosmetischen und dermatologisch-ästhetischen Verfahren.

Ein typischer Ablauf beginnt mit einem ruhigen Erstgespräch. Danach analysiert die Kosmetikerin das Hautbild, reinigt die betreffenden Partien schonend und nimmt erst dann die eigentliche Behandlung vor. Diese entspannte, persönliche Atmosphäre ist Teil des Erlebnisses, das viele am Studiobesuch schätzen: Es geht um professionelle Pflege und ein Wohlfühlprogramm zugleich.

Diese Behandlungen bietet ein Kosmetikstudio an

Das Leistungsspektrum unterscheidet sich von Studio zu Studio. Die folgende Tabelle zeigt die gängigsten Behandlungen mit ihrem Nutzen, der passenden Zielgruppe und einer realistischen Preisspanne für Deutschland. Die Preise sind Orientierungswerte und hängen stark von Region, Studio-Positionierung und Umfang ab.

Behandlung Was sie bringt Für wen Preis (ca.)
Klassische Gesichtsbehandlung Tiefenreinigung, Ausreinigung, Maske, gepflegtes Hautbild Fast jede Haut, regelmäßige Pflege 45–120 €
HydraFacial / Aquafacial Reinigung, Peeling und Hydration in einem, Glow-Effekt Fahle, großporige, müde Haut 169–299 €
Microneedling Regt Kollagen an, glättet Narben und feine Falten Reife Haut, Aknenarben, Hauterschlaffung 130–250 €
Fruchtsäure-Peeling (AHA) Löst Hornzellen, hellt Pigmentflecken auf, glättet Unreine, fahle, lichtgeschädigte Haut 80–210 €
Wimpernlifting Schwung und Halt für eigene Wimpern, wirkt wacher Gerade oder kurze Wimpern 50–80 €
Augenbrauenlifting / Browlifting Formt und laminiert die Brauen, definierter Blick Unregelmäßige, störrische Brauen 50–70 €
Haarentfernung (Waxing / Sugaring) Glatte Haut für mehrere Wochen Beine, Bikini, Achseln, Gesicht 40–90 €
Anti-Aging apparativ (Radiofrequenz / Ultraschall) Strafft, regt Durchblutung und Kollagen an Erste Fältchen, nachlassende Spannkraft 80–250 €

Klassische Gesichtsbehandlungen bilden weiterhin das Fundament der meisten Studios, weil sie für nahezu jede erwachsene Haut geeignet sind. Apparative Verfahren wie HydraFacial, Microneedling oder Radiofrequenz werden dagegen meist in Serien durchgeführt und zeigen ihre Wirkung über mehrere Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Wer sich für die Augenpartie interessiert, findet eigene Ratgeber zum Wimpernlifting und zum Augenbrauenlifting. Auch die verschiedenen Methoden der Haarentfernung haben wir gesondert aufbereitet.

Ein gutes Kosmetikstudio erkennt man an diesen Merkmalen

Fast jedes Institut wirbt mit den neuesten Methoden und bester Qualität. Das macht die Auswahl schwer. Es lohnt sich daher, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören und Online-Bewertungen aufmerksam zu lesen. Eigene Erfahrungen ersetzen diese aber nicht. Vorab solltest du dich auf der Webseite des Studios über Angebot und vorhandene Qualifikationen informieren.

Einen Termin kannst du natürlich online oder telefonisch vereinbaren. Um dir einen ersten Eindruck von Ambiente, Personal und Hygiene zu verschaffen, bietet es sich jedoch an, die Terminvereinbarung persönlich vor Ort vorzunehmen. So siehst du den Salon, bevor du dich auf die Liege legst. Wer dabei auf sein Bauchgefühl vertraut, liegt selten falsch. An diesen Punkten erkennst du Seriosität:

  • Sichtbare Hygiene: saubere Arbeitsflächen, desinfizierte Geräte, bei invasiven Behandlungen wie Microneedling sterile Einmalnadeln.
  • Nachweisbare Qualifikation der Kosmetikerin und aktuelle Weiterbildungen.
  • Eine fundierte, individuelle Hautanalyse statt einer pauschalen Standardbehandlung.
  • Transparente Preise und ehrliche Aufklärung über Wirkung, Grenzen und mögliche Nebenwirkungen.
  • Keine überzogenen Versprechen: Seriöse Studios kennen die Grenze zur ärztlich-ästhetischen Medizin.

5 Tipps für den Besuch im Kosmetikstudio

  • Geh mit einer konkreten Vorstellung hin: Notiere vorab, was dich an deiner Haut stört, dann fällt die Beratung gezielter aus.
  • Plane apparative Behandlungen als Serie ein. Eine einzelne HydraFacial- oder Microneedling-Sitzung wirkt, der nachhaltige Effekt kommt über mehrere Termine.
  • Vermeide vor wichtigen Anlässen die Erstbehandlung. Teste eine neue Methode rechtzeitig, falls die Haut kurz mit Rötung reagiert.
  • Frag aktiv nach der Nachsorge: Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und der Verzicht auf Sauna oder Solarium sind nach Peelings und Microneedling Pflicht.
  • Nutze Kuren und Pakete. Viele Studios bieten mehrere Sitzungen zum reduzierten Preis, das senkt die Kosten pro Behandlung spürbar.
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Das kostet ein Besuch im Kosmetikstudio

Die Kosten hängen stark von der Leistung und der Preisgestaltung des Studios ab. Eine einfache Reinigungsbehandlung gibt es in kleineren Studios bereits ab rund 49 Euro, während umfangreiche Medical-Beauty-Konzepte in Großstadtlagen 150 bis 300 Euro kosten können. Apparative Verfahren bewegen sich meist zwischen 80 und 300 Euro pro Sitzung. Zwischen einem schlichten Termin und einem Luxusprogramm liegen also leicht mehrere hundert Euro.

Den Preis bestimmen mehrere Faktoren: die Lage des Studios, das Mietniveau, die Positionierung zwischen Wellness und Medical Beauty, die verwendeten Produkte und die Qualifikation der Behandelnden. Achte beim Vergleich nicht nur auf den Endbetrag, sondern auch auf Dauer und Inhalt der Behandlung. Eine 90-minütige Sitzung mit Massage und Wirkstoffampulle ist mit einer kurzen Basisreinigung kaum vergleichbar.

So wird man Kosmetikerin: Ausbildung, Dauer und Gehalt

Professionelle Kosmetik gehört in die Hände ausgebildeter Fachkräfte. Wer den Beruf ergreifen möchte, hat zwei Wege. Die duale Berufsausbildung zur Kosmetikerin dauert in der Regel drei Jahre und findet im Betrieb sowie in der Berufsschule statt. Alternativ bieten private Fachschulen intensive Vollzeitausbildungen an, die meist rund ein Jahr dauern, dafür aber Gebühren von etwa 6.000 bis über 7.000 Euro kosten.

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt überwiegend zwischen 1.400 und 1.700 Euro brutto im Monat, mit deutlichen regionalen Unterschieden. Mit Spezialisierung etwa auf Medical Beauty, apparative Verfahren oder eine eigene Selbstständigkeit lässt sich das Einkommen steigern. Weil Trends und Innovationen in der Branche schnell wechseln, sind regelmäßige Weiterbildungen ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das du als Kundin oder Kunde ruhig erfragen darfst.

Zwischen den Terminen die Haut zu Hause pflegen

Eine professionelle Behandlung im Studio ist unvergleichbar, doch zu Hause kannst du den Effekt verlängern. Gelegentliche Gesichtsmasken, ein mildes Peeling oder pflegende Seren ergänzen die tägliche Routine sinnvoll. Drogerien und Apotheken halten dafür reichlich Produkte bereit. Viele Studios verkaufen außerdem die professionellen Linien, mit denen sie selbst arbeiten, sodass du das angenehme Hautgefühl nach dem Termin länger bewahren kannst. Bei anhaltenden Hautproblemen wie ausgeprägter Akne oder Entzündungen ist allerdings eine dermatologische Abklärung der richtige Weg, keine kosmetische Behandlung.

Checkliste vor dem ersten Termin: konkrete Vorstellung von der gewünschten Behandlung · Webseite und Qualifikationen geprüft · Bewertungen gelesen · Studio möglichst vorab persönlich angesehen · Hygiene und Beratung als gut empfunden · Preis und Inhalt der Behandlung verglichen · Fragen zu Nachsorge und Nebenwirkungen geklärt.

Häufige Fragen zu Kosmetikstudios

Was kostet eine Gesichtsbehandlung im Kosmetikstudio?

Eine klassische Gesichtsbehandlung kostet in Deutschland je nach Umfang und Region etwa 45 bis 120 Euro. Basisbehandlungen mit Reinigung, Peeling und Maske beginnen in kleineren Studios oft schon ab rund 49 Euro, während umfangreiche Premiumbehandlungen mit Massage und Wirkstoffampullen 120 Euro und mehr kosten.

Wie finde ich ein gutes Kosmetikstudio in meiner Nähe?

Lies Online-Bewertungen, hör dich im Bekanntenkreis um und prüfe Angebot und Qualifikationen auf der Webseite. Am aussagekräftigsten ist ein persönlicher Besuch vor dem ersten Termin: So bekommst du einen Eindruck von Ambiente, Personal und Hygiene und kannst auf dein Bauchgefühl vertrauen.

Welche Behandlung ist die richtige für meine Haut?

Das hängt von deinem Hautbild und Ziel ab. Für regelmäßige Pflege eignet sich eine klassische Gesichtsbehandlung, für mehr Glow ein HydraFacial, gegen Falten und Narben Microneedling. Eine seriöse Kosmetikerin führt vor der Behandlung eine Hautanalyse durch und empfiehlt auf dieser Basis.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Kosmetikerin?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. An privaten Fachschulen gibt es einjährige Vollzeitausbildungen, die rund 6.000 bis über 7.000 Euro kosten. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 1.400 und 1.700 Euro brutto monatlich.

Wie oft sollte man ins Kosmetikstudio gehen?

Für eine klassische Pflegebehandlung ist ein Rhythmus von vier bis sechs Wochen üblich, der dem natürlichen Hauterneuerungszyklus entspricht. Apparative Behandlungen wie Microneedling oder HydraFacial werden ebenfalls meist in Serien im Abstand von vier bis sechs Wochen durchgeführt.

Sind apparative Behandlungen wie Microneedling sicher?

Bei fachgerechter Durchführung in einem hygienischen Studio sind sie gut verträglich. Wichtig sind sterile Einmalnadeln, eine sorgfältige Desinfektion und qualifiziertes Personal. Nach der Behandlung sind konsequenter Sonnenschutz und der Verzicht auf Sauna und Solarium entscheidend. Bei akuten Hautinfektionen ist von der Behandlung abzusehen.

Nagelstudio

Ein Besuch im Nagelstudio gehört für viele längst zur regelmäßigen Pflege dazu – ob für eine klassische Maniküre, langlebige Gelnägel oder aufwendige Nailart. In den vergangenen Jahren ist Nail Art zu einem echten Trendthema geworden, und gleichzeitig sind überall neue Studios entstanden. Wer sich ein professionelles Nageldesign gönnen möchte, hat damit fast die Qual der Wahl. Damit die Entscheidung leichter fällt, fasst dieser Ratgeber zusammen, welche Leistungen ein Nagelstudio anbietet, was sie kosten, woran man ein seriöses Studio mit guter Hygiene erkennt und welche Modellage-Arten es gibt.

Nagelstudio-Equipment als Flatlay: Nagellacke, UV-Lampe, Feilen und Pinsel auf hellem Hintergrund

Diese Leistungen bietet ein Nagelstudio

Das Angebot moderner Nagelstudios lässt sich grob in drei Bereiche gliedern: pflegende Behandlungen für Hände und Füße, verstärkende oder verlängernde Modellagen und dekorative Zusatzleistungen wie Nailart. Viele Studios starten mit einer kurzen Nagelanalyse oder Beratung, um den Zustand der Naturnägel einzuschätzen und die passende Behandlung zu empfehlen.

Hier lohnt eine Abgrenzung, die oft durcheinandergeht: Die Maniküre kümmert sich um die gesamte Hand – Nägel kürzen und in Form feilen, Nagelhaut pflegen, lackieren, häufig mit einer kurzen Handmassage. Das Nageldesign dagegen widmet sich allein der kosmetischen Verschönerung und Modellage der Nägel. Beides greift im Studio ineinander, doch beim Nageldesign steht die künstlerische Gestaltung im Vordergrund, während die Maniküre die Pflege übernimmt.

Die folgende Übersicht zeigt typische Leistungen mit realistischen Preisspannen in Deutschland (2026). Preise schwanken je nach Region, Studiokonzept und Designaufwand teils erheblich – sie sind als Orientierung zu verstehen, nicht als feste Tarife.

Leistung Was dabei passiert Preisspanne
Klassische Maniküre Kürzen, Formen, Nagelhautpflege, oft kurze Handmassage ca. 25–35 €
Express-Maniküre Verkürzte Variante mit Formgebung und minimaler Pflege ca. 20–25 €
SPA-Maniküre Maniküre plus Peeling, Packung oder Paraffin und Handmassage ca. 40–50 €
Shellac / Gellack lackieren Dünne, UV-gehärtete Farbschicht ohne Aufbau ca. 25–40 €
Naturnagelverstärkung Überzug mit Gel oder Acryl ohne Verlängerung ca. 42–45 €
Neumodellage mit Verlängerung Gel- oder Acrylnägel mit Tip oder Schablone ca. 55–80 €
Refill / Auffüllen Herausgewachsenes Material erneuern, Statik anpassen ca. 43–60 €
Nageldesign / Nailart French, Farbgel, Steinchen, Muster, Airbrush als Aufpreis Aufpreis ab ca. 5–20 €

Über die Pflege hinaus spielt die Modellage für viele die zentrale Rolle. Dazu gehören Naturnagelverstärkungen, bei denen der eigene Nagel widerstandsfähiger gemacht wird, ohne ihn zu verlängern, sowie Neumodellagen mit Verlängerung über Tips oder Schablonen. Klassische Gestaltungen wie French Nails, Farbverläufe oder gezielte Akzente mit Steinchen lassen sich in beiden Systemen umsetzen. Manche Studios bieten zudem spezielle Programme für Nagelbeißer an – mit eng getakteten Terminen, wobei die Grenze zur medizinischen Behandlung klar gezogen werden muss und gesundheitliche Fragen in ärztliche oder podologische Hände gehören.

So erkennt man ein gutes Nagelstudio

Ein Nagelstudio in der Nähe zu finden, ist heute kaum noch ein Problem – viele Friseursalons bieten zusätzlich Nageldesign an, und auch mobile Nageldesigner, die nach Hause kommen, gibt es. Schwieriger ist die Frage nach der Qualität. Denn „Nageldesigner/in“ ist in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf, die Einstiegshürden für Betreiber sind niedrig. Umso wichtiger ist es, genauer hinzusehen.

Hilfreich bei der Einschätzung sind Qualifikationsnachweise wie Zertifikate von Fachakademien, Produktschulungen der Hersteller oder ein HWK-Zertifikat. Genauso aussagekräftig ist aber das, was man im Studio direkt sieht und erlebt. Ein seriöses Studio führt vor der Behandlung ein echtes Beratungsgespräch, in dem Nagelzustand, Vorerkrankungen, Medikamente und bekannte Allergien zur Sprache kommen, erklärt die geplante Behandlung verständlich und weist auf Pflege und mögliche Risiken hin – ohne zum Kauf zu drängen. Ein bewährter Tipp aus der Praxis: zunächst nur einen Nagel zur Probe gestalten lassen, um Technik, Hygiene und Haltbarkeit im Alltag zu testen. Ein gutes Studio akzeptiert das problemlos.

Ein weiteres Signal sind realistische Zeitfenster. Extrem kurze Behandlungszeiten bei komplexen Modellagen – etwa ein vollständiges Refill mit aufwendigem Design in unter 30 Minuten – sind kritisch zu hinterfragen, weil dann kaum Raum für saubere Vorbereitung und Hygiene bleibt. Es lohnt sich außerdem, sich im Bekanntenkreis umzuhören, nach Erfahrungen anderer zu fragen und sich Fotos bereits geleisteter Arbeiten zeigen zu lassen. Und nicht zuletzt: Auf das eigene Bauchgefühl hören.

Worauf es bei der Hygiene ankommt

Hygiene ist das wichtigste Qualitätsmerkmal eines Nagelstudios – und gleichzeitig das, was Kundinnen am leichtesten selbst beurteilen können. Nagelstudios unterliegen in Deutschland dem Infektionsschutzgesetz, müssen beim Gesundheitsamt gemeldet sein und ein schriftliches Hygienekonzept vorhalten; die Ämter dürfen unangekündigt kontrollieren. Diese Vorgaben kann man als Kundin nicht prüfen, ihre Folgen aber gut erkennen.

Worauf man achten sollte: Vor der Behandlung sollte man sich die Hände waschen und desinfizieren können. Der Arbeitsplatz ist sauber und frei von Essensresten oder privaten Gegenständen, die Arbeitsfläche wird vor jedem Termin desinfiziert. Die Nageldesignerin trägt Einmalhandschuhe. Besonders aussagekräftig ist der Umgang mit Feilen und Fräseraufsätzen: Einwegmaterial wird nach jeder Kundin entsorgt oder eindeutig kundengebunden geführt. Metallinstrumente wie Zangen, Nagelhautmesser und Scheren, die die Haut verletzen können, müssen nach jeder Kundin im Autoklav sterilisiert werden – ein gutes Zeichen ist, wenn sie steril verpackt direkt vor der Kundin geöffnet werden.

Werden diese Standards nicht eingehalten, sind die Risiken real: Über kontaminierte Feilen oder Fußwannen kann Nagelpilz (Onychomykose) übertragen werden, durch kleine Verletzungen können bakterielle Infektionen entstehen. Rötungen, Schwellungen, Schmerzen oder eitrige Stellen nach einer Behandlung sollte man ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Ein seriöses Studio wird stark vorgeschädigte oder vermutlich infizierte Nägel nicht einfach mit Gel oder Acryl überarbeiten, sondern auf eine medizinische Abklärung verweisen – denn die künstliche Schicht kann Symptome verdecken und eine Behandlung verzögern. Bei anhaltenden Beschwerden gilt grundsätzlich: ärztlichen Rat einholen.

Ein Wort noch zu den UV- und LED-Lampen, mit denen Gel und Gellack ausgehärtet werden: Die Strahlung ist gering, dennoch empfiehlt es sich, die Hände vor dem Aushärten mit Sonnenschutz oder fingerlosen UV-Handschuhen zu schützen, wenn man regelmäßig modellieren lässt.

5 Tipps für den Besuch im Nagelstudio

  • Vorher klären, welches System zum eigenen Nageltyp und Alltag passt – ein gutes Studio berät dazu, statt pauschal ein System für alle zu verwenden.
  • Beim ersten Besuch nur einen Nagel zur Probe gestalten lassen und Technik, Hygiene und Haltbarkeit testen.
  • Auf steril verpackte Metallinstrumente und Einwegfeilen achten – sie sind das deutlichste Hygienezeichen.
  • Beim Putzen und Spülen Handschuhe tragen: Wasser und aggressive Reiniger lösen jede Modellage schneller ab.
  • Refill-Termine rechtzeitig einplanen, statt die Nägel als Werkzeug zu benutzen oder zu lange herauswachsen zu lassen.
Helles, modernes Nagelstudio-Interieur mit Maniküre-Arbeitsplatz, sortierten Nagellacken und Tageslicht

Gel, Acryl, Polygel oder Shellac – die Modellage-Arten im Vergleich

Welches System das richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes hat eigene Eigenschaften, die je nach Nageltyp, Alltagsbelastung und Designwunsch unterschiedlich gut passen. Gelnägel sind das in Deutschland am weitesten verbreitete System: Sie werden schichtweise aufgetragen und unter UV- oder LED-Licht gehärtet, gelten als elastisch, glänzend und natürlich im Tragegefühl. Acrylnägel entstehen aus einem Pulver-Flüssigkeit-System, härten ohne Lampe aus und sind besonders fest und widerstandsfähig, dafür technisch anspruchsvoller. Polygel verbindet beide Welten – fest wie Acryl, aber kontrolliert verarbeitbar wie Gel. Shellac und Gellack sind dagegen keine Modellage, sondern dünne, UV-gehärtete Farbschichten ohne Aufbau.

System Eigenschaften Haltbarkeit Geeignet für
Gel Elastisch, flexibel, starker Glanz ca. 2–3 (bis 4) Wochen Normale bis weiche Nägel, vielseitige Designs
Acryl Sehr fest, weniger flexibel ca. 3–4 Wochen Hohe mechanische Belastung, beanspruchte Nägel
Polygel Fest wie Acryl, verarbeitbar wie Gel ca. 3–4 Wochen Brüchige Nägel, Wunsch nach Stabilität
Shellac Sehr dünne, natürliche Schicht ca. 2–3 Wochen Dünne Nägel, natürlicher Look ohne Aufbau
Gellack Etwas mehr Volumen, intensive Farbe ca. 3–4 Wochen Länger haltende Farbschicht ohne volle Modellage

Die Wahl sollte idealerweise im Beratungsgespräch fallen. Bei sehr weichen, flexiblen Naturnägeln kann ein zu starres Acryl problematisch sein, weil es die Bewegungen nicht mitmacht und sich leichter ablöst; bei extrem brüchigen Nägeln gibt eine Naturnagelverstärkung mit Polygel oder Acryl mehr Stabilität. Wer viel mit Reinigungsmitteln arbeitet, sollte unabhängig vom System auf Handschuhe achten – aggressive Chemikalien beeinträchtigen die Haltbarkeit aller Materialien. Ein „one size fits all“ ist fachlich nicht angemessen; die Stärke eines guten Studios liegt darin, individuelle Lösungen zu finden.

Dauer, Haltbarkeit und Auffüllintervalle

Für eine qualitativ hochwertige Neumodellage sollte man 60 bis 90 Minuten einplanen – je nach Technik, Designkomplexität und Nagelzustand. Ein klassisches Refill ohne aufwendiges Fullcover-Design ist bei geübter Arbeitsweise in etwa 30 bis 45 Minuten realisierbar, in der Studiopraxis werden dafür oft 45 bis 60 Minuten reserviert, um Raum für Korrekturen zu haben.

Realistische Tragedauern liegen bei Gel- und Acrylnägeln im Bereich von zwei bis vier Wochen, ein praktikabler Mittelwert sind etwa drei Wochen, bevor ein Refill sinnvoll wird. Shellac und Gellack liegen mit zwei bis drei beziehungsweise drei bis vier Wochen etwas darunter. Wie lange es tatsächlich hält, hängt aber weniger vom Material allein ab als vom Zusammenspiel aus sauberer Vorbereitung, korrekter Statik (dem sogenannten Apex im mittleren Nageldrittel), vollständiger Aushärtung und vor allem der Alltagspflege.

Als Standard-Rhythmus gilt ein Refill alle drei bis vier Wochen. Bei ersten Anzeichen wie feinen Haarrissen, Luftblasen an den Seitenlinien oder unerklärlichem Glanzverlust sollte man früher gehen. Wer die Nägel stark beansprucht – durch handwerkliche Arbeit, Sport oder Hausarbeit ohne Handschuhe – fährt mit einem zwei- bis dreiwöchigen Intervall besser. Wartet man zu lange, etwa fünf bis sechs Wochen, wandert der Apex zu weit nach vorne, die Hebelwirkung bei Stößen steigt und damit das Bruchrisiko. Refill ist deshalb keine optionale Zusatzleistung, sondern fester Bestandteil einer langfristigen Modellage.

Checkliste für ein seriöses Nagelstudio: Beratungsgespräch vor der Behandlung · Händewaschen und Desinfektion möglich · sauberer Arbeitsplatz, Einmalhandschuhe · Einwegfeilen oder kundengebundene Feilen · steril verpackte Metallinstrumente (Autoklav) · realistische Zeitfenster statt Fließbandtempo · transparente Preise · keine kosmetische Überarbeitung vorgeschädigter oder infizierter Nägel.

Was Nägel im Studio kosten

Wer regelmäßig modellieren lässt, sollte die laufenden Kosten realistisch einschätzen. Eine Neumodellage liegt je nach System und Region oft zwischen 30 und 80 Euro, dazu kommen alle drei bis vier Wochen Refill-Termine im Bereich von rund 43 bis 60 Euro. Über das Jahr summiert sich das spürbar – aufwendige Nailart, French oder Steinchen treiben den Preis zusätzlich. Sehr niedrige Preise bei komplexen Modellagen sollten eher skeptisch machen, denn sorgfältige Vorbereitung, Hygiene und saubere Modellage brauchen Zeit, die sich im Preis widerspiegelt. Für ein gepflegtes Erscheinungsbild lohnt sich ein Blick auf das Gesamtpaket aus Qualität, Hygiene und Beratung – nicht allein auf den günstigsten Tarif. Wer es nicht bei den Fingernägeln belassen möchte, findet bei uns auch Informationen zur professionellen Fußpflege sowie zur klassischen Maniküre.

Häufige Fragen zum Nagelstudio

Was ist eine Nagelmodellage?

Bei einer Nagelmodellage wird der Naturnagel mit Gel, Acryl oder Polygel überzogen und geformt – entweder zur Verstärkung ohne Verlängerung oder mit Verlängerung über Tips oder Schablonen. Das Material wird in Schichten aufgebaut, in Form gefeilt und versiegelt, sodass ein stabiler, gestaltbarer Kunstnagel entsteht.

Wie lange dauert eine Nagelmodellage?

Für eine hochwertige Neumodellage sollte man 60 bis 90 Minuten einplanen, je nach Technik und Designaufwand. Ein Refill dauert geübt etwa 30 bis 45 Minuten, in der Praxis werden oft 45 bis 60 Minuten reserviert.

Wie lange hält eine Nagelmodellage?

Gel- und Acrylnägel halten realistisch zwei bis vier Wochen, im Schnitt etwa drei Wochen bis zum Refill. Shellac liegt bei zwei bis drei, Gellack bei drei bis vier Wochen. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt stark von Vorbereitung, Aushärtung und Alltagspflege ab.

Was kostet eine Nagelmodellage?

Eine Neumodellage kostet je nach System und Region meist 30 bis 80 Euro, ein Refill rund 43 bis 60 Euro. Aufwendige Nailart, French oder Steinchen kommen als Aufpreis dazu. Sehr niedrige Preise bei komplexen Arbeiten sollten skeptisch machen.

Was ist der Unterschied zwischen Gel- und Acrylnägeln?

Gelnägel sind elastischer, glänzender und wirken natürlicher, sind aber empfindlicher gegen starke Belastung. Acrylnägel sind fester und widerstandsfähiger, technisch anspruchsvoller und können massiver wirken. Welches System passt, hängt vom Nageltyp und Alltag ab.

Kann man Nageldesign zu Hause selbst machen?

Im Handel gibt es Komplett-Sets mit allen Materialien. Eine saubere Modellage ist handwerklich und künstlerisch anspruchsvoll, gerade die Vorbereitung des Nagels und die Statik erfordern Übung. Für ein dauerhaft gutes, gleichmäßiges Ergebnis ist ein erfahrenes Studio in der Regel die sicherere Wahl.

Maniküre

Die Hände sind ständig im Einsatz und gelten als Aushängeschild des gesamten Körpers – trotzdem kommen sie in der täglichen Pflegeroutine oft zu kurz. Eine Maniküre setzt genau hier an: Sie pflegt nicht nur die Fingernägel, sondern die gesamte Hand. Der Begriff leitet sich vom lateinischen „manus“ (Hand) und „cura“ (Pflege) ab und meint die kosmetische Pflege von Händen und Nägeln. Auf dieser Seite erfährst du, welche Arten der Maniküre es gibt, wie du sie zu Hause selbst machst, was sie im Salon kostet und worauf es bei der Pflege wirklich ankommt.

Maniküre-Set mit Nagelschere, Feilen, Buffer und Pflegetiegel auf hellem Untergrund

Maniküre ist mehr als reine Nagelpflege

Wer sich fragt, was bei einer Maniküre eigentlich gemacht wird: Die reine Nagelpflege ist nur ein Teilbereich. Eine vollständige Maniküre umfasst die Pflege der ganzen Hand. Im Salon läuft sie meist in dieser Reihenfolge ab – ein warmes Handbad zum Aufweichen, das Zurückschieben und Pflegen der Nagelhaut, das Kürzen und Feilen der Nägel, ein Peeling für die Hände, eine kurze Handmassage und je nach Wunsch das Lackieren oder Polieren der Nägel. Manche Studios bieten zusätzlich ein Paraffinbad an: Die Hände werden in erwärmtes, wachsartiges Paraffin getaucht, das in mehreren Schichten wie ein wärmender Handschuh die Haut umschließt und intensiv pflegt.

Durchgeführt wird eine professionelle Maniküre von Kosmetikerinnen, Nageldesignern oder Friseuren mit Zusatzausbildung. Anlaufstellen sind Nagelstudios, Kosmetikstudios und immer häufiger auch Friseursalons, die Hand- und Nagelpflege als Zusatzleistung anbieten. Nageldesign und Nail Art lassen sich als Ergänzung dazubuchen – eine saubere Maniküre ist dabei immer die Grundlage für ein schönes Ergebnis.

Die wichtigsten Arten der Maniküre im Überblick

Maniküre ist nicht gleich Maniküre. Vom schlichten Klassiker bis zur aufwendigen russischen Technik unterscheiden sich die Varianten in Aufwand, Haltbarkeit und Preis. Diese Übersicht hilft dir, die passende Methode zu finden.

Art Das steckt dahinter Haltbarkeit Für wen
Klassische Maniküre Handbad, Nagelhautpflege, Feilen, Polieren, optional farbiger Lack Lack 2–5 Tage ⚠︎ Einsteiger, natürliche Optik
French Maniküre Nude- oder Roséton auf dem Nagel, weiße Spitze – der dezente Klassiker je nach Lacksystem elegant, business-tauglich
Gel-Maniküre Gellack wird in Schichten unter UV-/LED-Licht ausgehärtet 2–3 Wochen lange Haltbarkeit, Glanz
Shellac-Maniküre Marken-Hybridlack zwischen Lack und Gel, unter UV-Licht gehärtet ca. 2 Wochen splitterfrei, schonender als Gel
Russische Maniküre Trockentechnik: Nagelhaut wird mit rotierendem Fräser entfernt statt geschnitten sehr saubere Kante akkurate Optik, erfahrene Profis
Spa-/Japanische Maniküre Pflege im Fokus: Peeling, Maske, Bienenwachs-Paste statt Lack Pflegeeffekt, kein Farblack strapazierte Nägel, Wellness

Die russische Maniküre ist in den letzten Jahren stark gefragt, weil sie eine besonders saubere, weit zurückgearbeitete Nagelhautkante hinterlässt. Da hier mit einem rotierenden Fräser direkt an der empfindlichen Nagelhaut gearbeitet wird, gehört sie ausschließlich in geübte Hände – bei unsauberer Ausführung drohen Verletzungen und Entzündungen. Die japanische Maniküre verzichtet dagegen ganz auf Farblack und setzt auf eine pflegende Paste aus Bienenwachs und Mineralien, die dem Nagel natürlichen Glanz gibt.

Maniküre selbst machen – Schritt für Schritt

Eine ordentliche Basis-Maniküre gelingt auch zu Hause. Im Handel ist das komplette Equipment frei erhältlich, vom einfachen Maniküre-Set bis zum elektrischen Set mit Aufsätzen. Wer regelmäßig selbst pflegt, hält die Nägel gesund und spart die Salon-Termine für besondere Anlässe. So gehst du vor:

  1. Alten Lack rückstandsfrei entfernen und die Hände gründlich reinigen.
  2. Nägel mit einer Feile in Form bringen – immer in eine Richtung feilen, nicht hin und her sägen, das splittert die Nagelkante auf.
  3. Ein warmes Handbad mit mildem Seifen- oder Ölzusatz für 3–5 Minuten weicht die Nagelhaut auf.
  4. Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen oder Pusher sanft zurückschieben – nicht abschneiden, das fördert nur das Nachwachsen und Einrisse.
  5. Nageloberfläche bei Bedarf leicht mit einem Buffer polieren, dann entfetten.
  6. Basislack als Schutzschicht auftragen, anschließend Farblack in dünnen Schichten, zum Schluss ein Überlack für Glanz und Haltbarkeit.
  7. Nagelöl in die Nagelhaut einmassieren und eine reichhaltige Handcreme auftragen.

5 Tipps für gepflegte Hände und schöne Nägel

  • Trage im Haushalt und beim Putzen Handschuhe – aggressive Reiniger und ständige Nässe trocknen Haut und Nägel aus.
  • Massiere täglich Nagelöl in die Nagelhaut ein; das hält sie geschmeidig und beugt Einrissen vor.
  • Feile statt zu knipsen, wenn die Nägel brüchig sind – das schont die Nagelschichten.
  • Gönn den Nägeln zwischen Gel- oder Shellac-Phasen lackfreie Pausen, damit sie atmen und sich erholen können.
  • Creme die Hände nach jedem Händewaschen ein – Konsequenz schlägt jedes teure Einzelprodukt.
Flatlay mit Nagellack in Nude- und Rosétönen, Nagelöl und Handcreme

Diese Fehler schaden Nägeln und Nagelhaut

Bei der Maniküre in Eigenregie passieren ein paar typische Fehler, die man leicht vermeiden kann. Das Abschneiden der Nagelhaut wirkt zunächst sauberer, verletzt aber die natürliche Schutzbarriere und öffnet Entzündungen Tür und Tor – sanftes Zurückschieben ist immer die bessere Wahl. Auch das ruckartige Ablösen von Gel- oder Shellac-Schichten reißt die oberste Nagelschicht mit ab und hinterlässt dünne, raue Nägel; solche Lacksysteme gehören fachgerecht abgelöst. Wer zudem ohne Basislack arbeitet, riskiert gelbe Verfärbungen durch farbintensive Lacke.

Checkliste vor der nächsten Maniküre: Feile in eine Richtung statt zu sägen · Nagelhaut nur zurückschieben, nicht schneiden · Handbad zum Aufweichen einplanen · Basislack als Schutz nicht vergessen · Lack in dünnen Schichten auftragen · Nagelöl und Handcreme zum Abschluss · Gel/Shellac fachgerecht ablösen lassen.

Kosten und die Frage: Salon oder selbst machen

Was eine Maniküre kostet, hängt stark vom Umfang und vom Studio ab. Eine schlichte Basis-Maniküre als Vorbereitung fürs Nageldesign gibt es teils schon ab rund 15 Euro, eine klassische Maniküre mit Lack liegt meist zwischen 25 und 45 Euro. Aufwendigere Varianten wie eine Gel- oder russische Maniküre schlagen mit 40 bis 70 Euro und mehr zu Buche. Die Preislisten der Anbieter geben vorab Auskunft, sodass keine Überraschung droht.

Zu Hause selbst machen ist deutlich günstiger und für die regelmäßige Pflege völlig ausreichend – ein gutes Maniküre-Set und ein paar Lacke amortisieren sich schnell. Als Laie kommt man an die akkurate Ausführung und vor allem an den Entspannungsfaktor eines Profis allerdings kaum heran: Bei der Maniküre in Eigenregie muss man selbst aktiv werden statt sich zurückzulehnen. Für den Wellness-Aspekt, für Anlässe oder bei aufwendigen Techniken wie Shellac und russischer Maniküre ist das Studio die bessere Adresse. Für den Alltag reichen Handbad, Nagelöl und Creme in den eigenen vier Wänden.

Wer auch den Füßen etwas Gutes tun will, findet bei uns einen eigenen Ratgeber zur Pediküre und Fußpflege. Und wenn künstliche Nägel im Spiel sind, lohnt der Blick darauf, wie man Acrylnägel schonend entfernt.

Häufige Fragen zur Maniküre

Was wird bei einer Maniküre gemacht?

Eine vollständige Maniküre umfasst ein Handbad, die Pflege der Nagelhaut, das Kürzen und Feilen der Nägel, oft ein Peeling und eine kurze Handmassage sowie auf Wunsch das Lackieren oder Polieren der Nägel. Es geht also um die gesamte Hand, nicht nur um die Nägel.

Was kostet eine Maniküre?

Eine Basis-Maniküre gibt es teils ab etwa 15 Euro, eine klassische Maniküre mit Lack kostet meist 25 bis 45 Euro. Aufwendige Varianten wie Gel- oder russische Maniküre liegen bei rund 40 bis 70 Euro oder mehr, abhängig von Studio und Umfang.

Wie oft sollte man zur Maniküre?

Das hängt vom Lacksystem ab. Eine klassische Maniküre lohnt sich alle ein bis zwei Wochen, Gel und Shellac halten zwei bis drei Wochen und werden dann erneuert. Die tägliche Pflege mit Nagelöl und Handcreme sollte unabhängig davon zur Routine gehören.

Wie lange dauert eine Maniküre?

Eine klassische Maniküre im Salon dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Mit Gel, Shellac oder aufwendiger Nail Art kann eine Behandlung schnell 60 bis 90 Minuten in Anspruch nehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Maniküre und Pediküre?

Die Maniküre ist die Pflege der Hände und Fingernägel, die Pediküre die der Füße und Fußnägel. Der Ablauf ähnelt sich, bei der Pediküre kommt zusätzlich oft die Behandlung von Hornhaut hinzu.

Was ist eine russische Maniküre?

Bei der russischen Maniküre wird die Nagelhaut nicht eingeweicht und geschnitten, sondern trocken mit einem rotierenden Fräser entfernt. Das ergibt eine besonders saubere, weit zurückgearbeitete Kante, gehört wegen der Verletzungsgefahr aber unbedingt in die Hände erfahrener Profis.